Warum Huck Finn nicht süchtig wurde

Zet Zeitschrift für Tagesmütter und -väter, Nov. 2000
Ursula Wieser

Der Autor beschreibt die vielen Gesichter der Sucht, den inneren Zustand der Leere, der Spannung und des Unglücklichseins. Heute wird Leistung vielfach als manisches Mittel gegen die Angst eingesetzt/t. Schiffer beschreibt eindrücklich anhand einiger klinischer Fälle, wozu dieses Verhalten bei Erwachsenen geführt hat: er zeigt auch Störungen und Beschädigungen bei Kindern und Jugendlichen auf. Vor allem aber -und das macht dieses Buch so wertvoll - nennt er konkrete Möglichkeiten der Suchtvorbeugung. Zum Beispiel Geschichten. die die Vorstellungskraft anregen. eigene Bilder 711 entwickeln, die eigene Phantasie zu aktivieren und sein eigenes inneres Reich aufzubauen. Die sinnliche Wahrnehmung und das Spiel, durch das das Kind aktiv seine Sinne. seinen Verstand und seine Vorstellungskraft nach eigenen Regeln einsetzen kann. helfen ihm. Geborgenheit in der Welt zu finden und Autonomie zu erlangen.
Dieses Standardwerk leistet einen wertvollen Beitrag in der Suchtvorbeugung und -behandlung von Kindern.

Schiffer, E.: "Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde.
Anstiftung gegen Sucht und Selbstzerstörung bei Kindern und Jugendlichen."
1999 Beltz Verlag, Weinheim.Basel
152 Seiten, Euro 10
ISBN 3-407-22004-9

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